19 77
Krieg der Sterne
Star Wars
 
  Regie: George Lucas
USA
Darsteller: Mark Hamill, Harrison Ford, Carrie Fisher, Peter Cushing, Alec Guinness
 
   
George Lucas zu seinem Film:
"Vielleicht sollte man den Krieg der Sterne in die Kategorie Märchenfilm enreihen? Es ist ein Märchen ohne utopisches Versprechen. Das Drehbuch könnte von den Brüdern Grimm stammen, zeitversetzt um einige Jahrtausende. Die Übertechnisierung im Weltraum mischt sich mit naivem Kinderglauben. Eine Weltraumphantasie im Stil von Edgar Rice Burroughs. Sollte wieder einmal ein Handbuch der Filmgeschichte erscheinen, würde ich Krieg der Sterne gern als “Raumfahroper” bezeichnet wissen. Bis dahin kann man ihn auch getrost in die Kategorie Western, Abenteuer- oder Piratenfilm einreihen."

Lucas hatte schon 71 die Idee, aber erst nach "American Graffiti" hatte er genug Geld, um das Weltraumspektakel mit beispiellosem Aufwand an Tricktechnik und Spezialeffekten zu verfilmen.

Lucas baute das Märchen zur Trilogie aus, es folgten "Das Imperium schlägt zurück", 80 und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter", 83, mit gleichem bombenhaft einschlagendem Erfolg.

Der erste Teil zählt zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen aller Zeiten, besetzt die Nummer 2 der "ewigen Bestenliste", hinter
"E.T." und erhielt 6 Oscars.

 
   
Der Stadtneurotiker
Annie Hall
Regie: Woody Allen
USA
Darsteller: Woody Allen, Diane Keaton, Tony Roberts

Woody Allen in der Rolle des kauzigen, melancholischen Intellektuellen kultiviert im Dschungel von Manhattan hemmungslos seine Macken.

Überraschend wurde das Werk mit vier Oscars ausgezeichnet, doch Allen, der nie einen Hehl aus seiner Verachtung für Hollywood machte, glänzte bei der Verleihung durch Abwesenheit. Dieser Film ist Allens kommerziell erfolgreichstes Werk.

 
   
Mein Vater, mein Herr
Padre Padrone
Regie: Paolo und Vittorio Taviani
Italien
Darsteller: Omero Antonutti, Saverio Marioni

Auf Sardinien wird ein kleiner Junge von seinem Vater erbarmungslos ausgebeutet. Erst beim Militär merkt er, als Analphabet, wieviel Wissen und Sprache ihm fehlt. In dokumentischem Stil schildern die Brüder Taviani den harten Alltag der sardischen Bergbauern. Preis: Goldene Palme in Cannes.

 
  Die Spitzenklöpplerin
La dentellierière
Regie: Claude Goretta
Schweiz/Frankr./Deutschl.
Darsteller: Isabelle Huppert, Yves Beneyton

Eine schweigsame, junge Friseuse verliebt sich im Urlaub in einen Studenten, als er sie nicht nur wegen der Mißbilligung seiner Umgebung verläßt, zerbricht sie daran.

Sensibel und unaufdringlich erzählt der Schweizer Claude Goretta eine traurige Geschichte über die Kommunikations- und Bindungsunfähigkeit in unserer Zeit.