19 84
Amadeus
Regie: Milos Forman
USA
Darsteller: Tom Hulce, F. Murray Abraham, Eilzabeth Berridge

Antonio Salieris Beichte eröffnet in einem Rückblick Mozarts letzte zehn Lebensjahre und stellt ihn als genial-hysterisches Enfant-terrible der Wiener Hofkreise vor, qualvoll beneidet vom eigentlichen Hofkomponisten, nämlich Salieri.

Der mit nicht weniger als acht Oscars überhäufte Film, der keinerlei Anspruch auf historische Zuverlässigkeit erhebt, wird mit seiner opulenten Ausstattung und natürlich mit der Musik Mozarts auch in 160 Minuten nicht langatmig.

 
   

Paris, Texas
Regie: Wim Wenders
Deutschland
Darsteller:
Harry Dean Stanton, Natassja Kinski, Dean Stockwell

Wieder einmal ist bei Wenders der Held unterwegs, diesmal um seinen Sohn und dessen Mutter zusammenzuführen. Er findet sie nach langer Reise durch die Staaten in einer grotesken Peep-Show, wo sie sich, durch eine Glasscheibe getrennt, wiederbegegnen.

Der Film brachte Wenders nicht nur internationale Beachtung, sondern auch die Goldene Palme in Cannes. In der Bundesrepublik konnte der 'Road-Movie' erst im Januar 85 nach einem Rechtsstreit zwischen Produzent und Verleiher in die Kinos kommen.

 
   
Es war einmal in Amerika
Once upon a Time in America
Regie: Sergio Leone
USA
Darsteller: Robert de Niro, James Woods, Elizabeth McGovern, Larry Rapp, Tuesday Weld

Sergio Leones überlanges Epos handelt von der Lebensgeschichte des Gangsters Noodles in Chicago, gespielt von Robert de Niro, der in den 20er Jahren als Jugendlicher seine "Karriere" startet. Unterbrochen durch die langen Gefängnisaufenthalte erzählt Leone seine Chronik in einem kunstvollen Geflecht von Rückblenden aus den Jahren 22, 33 und 68.

Zuerst wollte Leone eine rund sechsstündige Fassung in zwei Teilen herausbringen, doch die Produktionsfirma zwang ihn sich auf 230 Minuten zu beschränken.

 
   
The Purple Rose of Cairo
Regie: Woody Allen
USA
Darsteller: Jeff Daniels, Mia Farrow

Was alles passiert, wenn der Kinolieblingsstar plötzlich aus der Leinwand springt, um die ihn anbetende Kinogängerin kennenzulernen und mit ihr durchzubrennen, erfährt man in dieser leichten 'Film im Film'-Tragikomödie zwischen Traum und Wirklichkeit, Kino und Realität.

Woody Allen schuf eine hervorragend besetzte, meisterliche Liebeserklärung an das Kino.